Kooperationen

Fachliche Kooperationen

Der FID pflegt enge Kontakte und Kooperationen mit verschiedenen religionswissenschaftlichen Fachgesellschaften, Vereinigungen und Projekten, die die starke Verankerung des FID in der Fachwissenschaft unterstreichen und befördern.

Nationale Kooperationen

Eine Kernkooperation ideeller Art besteht mit der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft /DVRW. Diese konkretisiert sich in der Tatsache, dass immer mindestens ein Vorstandsmitglied der DVRW im wissenschaftlichen Beirat des FID Religionswissenschaft vertreten ist. Über diesen Beirat besteht wiederum eine enge Einbindung des FID in die Fachwissenschaft. In regelmäßigen Treffen findet reger Austausch zu aktuellen wissenschaftspolitischen Entwicklungen und den Bedarfen der Fachwissenschaft statt.

Der FID bekommt zudem regelmäßig die Möglichkeit, den aktuellen Projektstand in den DVRW-Mitgliederrundbriefen sowie im Rahmen der Mitgliederversammlungen der DVRW zu präsentieren. Die enge Verbindung von FID und DVRW zeigt sich auch durch die regelmäßige Präsenz des FID auf den Jahrestagungen der DVRW, meist durch einen Informationsstand und eigene Vorträge.

Mit einzelnen Arbeitskreisen der DVRW steht der FID ebenfalls bereits in Kontakt, z.B.:

AK Mittelbau und Nachwuchs: Teilnahme an der Online-Workshopreihe „digital humanities & religionswissenschaft“ 2021, mit eigenem Workshop

„Literatur vom Sofa aus finden – Kontext und Funktionen der Religionswissenschaftlichen Bibliografie (RelBib)“

AK Religionsästhetik: Teilnahme an der Jubiläumstagung des Arbeitskreises, 6. bis 8. Oktober 2022 an der Universität Tübingen, mit Präsentation von RelBib und der FID-Services

Bericht zur Tagung

Seit 2023 ist der FID zudem Teil des auf der DVRW-Tagung in Bayreuth angestoßenen Netzwerks religionswissenschaftlicher Initiativen.

Internationale Kooperationen

Im internationalen Bereich nimmt der FID regelmäßig an den Tagungen der Europäischen Vereinigung für Religionswissenschaft / EASR (jährlich) sowie der Internationalen Vereinigung für Religionsgeschichte / IAHR (alle fünf Jahre) teil. Mit beiden Vereinigungen werden weitere Kooperationen angestrebt.

So sind beispielsweise mit dem IAHR Women Scholar Network, einer Interessensgruppe für die bessere Vernetzung von Forscherinnen weltweit, ab 2025 Fortbildungen im Bereich Green Open Access sowie die bessere Sichtbarmachung der Publikationen von Angehörigen des Netzwerks geplant.

Der FID Religionswissenschaft ist außerdem forschungsunterstützender Partner von Planning a Program in the Study of Mysticism / PRISM der Tampere University in Finnland.

Kooperationen mit anderen forschungsunterstützenden Akteuren

Um die Bedarfe der mit verschiedenen regionalen, fachlichen und methodischen Schwerpunkten forschenden Fachcommunity bestmöglich bedienen zu können, vernetzt sich der FID vielfältig mit anderen Akteuren der forschungsunterstützenden Infrastruktur.

Fachinformationsdienste und -verbünde

FID Südasien

Kooperationsfelder:

  • Automatisierte Datenübernahme religionswissenschaftlich relevanter Titel aus dem Bestand des FID Südasien
  • Selektive Übernahme fachlich relevanter Open-Access-Inhalte der Plattform Heidelberg Asian Publishing / HASP in RelBib

Literatur mit dem regionalen Fokus „Südasien“ in RelBib

  • Gegenseitige Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit (insbesondere via Social Media)
  • Nutzung von FID-Lizenzen

FID Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien

Kooperationsfelder:

  • Datenübernahme fachlich relevanter Titel in RelBib – in Vorbereitung
  • Erarbeitung einer Strategie für die Versorgung des Fachs „Islamische Theologie“ – in Vorbereitung
  • Unterstützung bei der Erschließung originalsprachlicher Zeitschriften aus den Ländern der MENA-Region – in Planung
  • Nutzung von FID-Lizenzen

FID Lateinamerika, Karibik und Latino Studies

Kooperation ab 2025 vorgesehen, u.a. in den Bereichen

  • Übernahme relevanter Bestände und Darstellung in RelBib
  • kooperative Lizenzierung bzw. Lizenznutzung
  • Öffentlichkeitsarbeit

FID-Netzwerk Geschichte

Bisherige Teilnahme an Arbeitstreffen zu den Themen:

  • Erwerbungsabsprachen
  • Rechercheanwendungen und Datentausch

Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde

Der Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde (FIVIBLK) ist ein Zusammenschluss aus zehn unabhängigen Forschungsinstituten in Deutschland. Im Verbund erstellen diese Institute eine der größten sozialwissenschaftlichen Literaturdatenbanken in Europa, WAO – World Affairs Online. Seit Dezember 2023 besteht eine Kooperation zwischen FIVIBLK und dem FID Religionswissenschaft im Bereich Datentausch:

Literatur mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen und Länderkunde in RelBib.

Spezialbibliotheken und Archive

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)

Mit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen / EZW bestehen bereits seit 2019 Kontakte. Die Publikationen der EZW werden in RelBib fortlaufend (z. T. auf Aufsatzebene) nachgewiesen:

Publikationen der EZW in RelBib

Geplant ist eine engere Kooperation im Bereich der Erschließung, sobald die EZW-Bibliothek mit ihrem Bestand in einen deutschen Bibliotheksverbundkatalog migriert ist.

UB Marburg / REMID-Archiv

In der zweiten Förderphase (2019-2021) konnte der FID Religionswissenschaft gemeinsam mit der Universitätsbibliothek Marburg, dem Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst e.V. / REMID sowie dem Institut für Vergleichende Kulturforschung (Fachgebiet Religionswissenschaft) der Universität Marburg ein für die Forschung zu Neuen Religiösen Bewegungen (NRB) und kleinen Religionen in Deutschland wichtiges Erschließungsprojekt umsetzen.

Das in 30 Jahren Vereinsarbeit aufgebaute Archiv von REMID wurde im Rahmen eines Teilprojektes in die Obhut der UB Marburg übergeben und dort sowohl bibliothekarisch als auch inhaltlich wissenschaftlich erschlossen. Das Archiv enthält Zeitschriften, Broschüren, Flyer und AV-Medien von und über verschiedene religiöse Gruppen, insbesondere Neue Religiöse Bewegungen (z.B. ISKCON, Vereinigungskirche oder Universelles Leben), aber auch christliche Sondergemeinschaften. Neben Primärmaterialien von NRB finden sich auch zahlreiche Dokumente aus der Beschäftigung und Auseinandersetzung mit diesen im Archiv, bspw. zur so genannten Sektendebatte.

Durch die Übernahme in die UB Marburg konnte die langfristige Verfügbarkeit, Auffindbarkeit und Zugänglichkeit dieser nur selten gesammelten oder unikalen Materialien enorm verbessert werden.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts sind mehrere hundert Periodika und über 21.000 weitere Materialien in ca. 500 thematisch sortierten Konvoluten in RelBib recherchierbar und stehen der Forschung als Sammlung innerhalb der UB Marburg zur Nutzung zur Verfügung.

Mit REMID besteht auch über das Erschließungsprojekt des REMID-Archivs hinaus eine Kooperation. Geplant sind etwa die Katalogisierung und Archivierung der Beiträge des REMID-Blogs. Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen sich RelBib und REMID gegenseitig regelmäßig.

UB Leipzig / Archiv und Dokumentationsstelle „Religiöser und weltanschaulicher Pluralismus“

Die Dokumentationsstelle Religiöser und weltanschaulicher Pluralismus in Deutschland ist am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig angesiedelt und sammelt seit 1994 Quellenmaterial zu verschiedenen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften im deutschsprachigen Raum, um sie für die Lehre und Forschung bereitzustellen. Der Fokus liegt hierbei auf Bewegungen und Gruppen, die neben den etablierten Kirchen existieren, z.B. Anthroposophie, Bahá’i, New Age, UFO-Gruppen und Zeugen Jehovas. Seit 2023 ist eine religiöse Spielesammlung im Aufbau und bildet einen weiteren Sammlungsschwerpunkt. Bei der Erschließung des bibliothekarischen Bestands wird die Dokumentationsstelle von der Universitätsbibliothek Leipzig unterstützt. Die archivalischen Materialien sollen sukzessive im Kalliope-Verbundkatalog erfasst werden.

Mit dem FID Religionswissenschaft besteht eine Kooperation zur Datenübernahme: Die von der UB Leipzig bereits katalogisierten Zeitschriften, Monografien und Sammelschriften sowie weitere Materialien sind bereits in RelBib recherchierbar. Die vollständige Erschließung der Archivmaterialien ist im Rahmen eines Projektes geplant und der Nachweis ebenfalls in RelBib vorgesehen.

(Wissenschaftliche) Bibliothekar*innen mit Zuständigkeit für das Fachgebiet „Religionswissenschaft“

Der FID Religionswissenschaft pflegt den Austausch mit Fachreferent*innen und Bibliothekar*innen, die im deutschsprachigen Raum für das Fachgebiet Religionswissenschaft zuständig sind. In einer Auftaktveranstaltung Ende 2023 wurden gemeinsam die Eckpfeiler für die zukünftige Kommunikation zwischen den so genannten Mandantenbibliotheken und dem FID festgelegt. Interessierte können sich gerne beim RelBib-Team melden und werden für Informationen rund um den FID in den Mailverteiler aufgenommen. Einmal jährlich ist ein Treffen im Online-Format vorgesehen.